DSL Geschwindigkeit
Nahezu jeder Internet Provider wirbt auf dem Papier mit der hohen DSL Geschwindigkeit seiner DSL Anschlüsse. Zwar kann die DSL Verfügbarkeit bei vielen Providern auf der Internetseite geprüft werden, jedoch liefert der Check oft nur ungenaue Werte. So erreicht die DSL Geschwindigkeit im DSL Speedtest häufig nicht annähernd die versprochene Bandbreite. Statt des bestellten DSL 16000 erhält der Kunde nur DSL 6000. Ein Grund hierfür ist die Entfernung der Wohnung von der nächsten DSL Vermittlungsstelle - ist diese zu groß, sinkt die DSL Geschwindigkeit auf minimale Werte. Die Verärgerung des Kunden ist dann vorprogrammiert. Die Internetanbieter sichern sich jedoch rechtlich ab. In ihren Angebotstexten geben sie die DSL Geschwindigkeit nur mit dem kleinen Zusatz "bis zu" an.
Wer steht wirklich auf der DSL-Bremse?
Auch die Technik des Netzbetreibers ist mitunter für schlechte Werte bei der DSL Geschwindigkeit verantwortlich. Marktführer T-Home setzt beispielsweise genaue Grenzen bei den entsprechenden Parametern wie etwa der Leitungsdämpfung. Um die Stabilität der DSL Verbindung zu gewährleisten, wird die DSL Geschwindigkeit auf niedrigere Werte gedrosselt. Wer beim DSL daher nur Schneckentempo bekommt, ist möglicherweise mit gleichwertigen Alternativen wie Internet über Kabel besser beraten.
Eine mangelhafte DSL Geschwindigkeit geht aber nicht immer auf das Konto von Internet Provider oder Netzbetreiber. Mitunter wird die Bandbreite durch eine falsche Konfiguration des eigenen Computers geschmälert. Auch können bestimmte Anwendungen im Hintergrund ein massives Verkehrsaufkommen auf der Datenautobahn verursachen. Firewalls oder Antiviren-Programme mindern durch laufende Überwachungsprozesse mitunter zusätzlich den DSL Speed. Oft sind zudem versteckte Schadprogramme wie etwa Trojaner für unverhältnismäßig hohen Traffic und eine schlechte DSL Geschwindigkeit verantwortlich.
