Mehr Wettbewerb auf dem Glasfaser-Markt
Der Leiter der Bundesnetzagentur Matthias Kurth wünscht sich einen verstärkten Ausbau des Glasfasernetzes seitens der Konkurrenten der Deutschen Telekom. Nur so könne ein „echter Infrastrukturwettbewerb“ entstehen, wie er der „Wirtschaftswoche“ erklärte. Die Regulierungsbehörde müsse darauf achten, dass nicht nur ein Anbieter den Zugang zum Hochgeschwindigkeits-Internet per Glasfaser ermögliche. Andernfalls drohe der Rückfall in die Monopolwelt. Vor allem in Städten soll das Angebot deutlich wachsen, weshalb die Behörde zukünftig Investitionen von Telekom-Mitbewerbern in neue Glasfaser-Netze regulatorisch unterstützen werde.
Für ein ausgebautes Netz mit hoher Übertragungsrate können die Anbieter dann auch mehr Entgelte verlangen, so Kurth. Ein gutes Beispiel sei der Kölner Anbieter „Netcologne“, der seine 100 Mbit-Glasfaser-Leitungen bereits jetzt direkt bis zum Endkunden verlege. So würde auch dafür gesorgt, so der Leiter des Bundesnetzagentur, dass die Entwicklung des Übertragunsgnetzes nicht bei 20 Mbit-Leitungen stehen bleibe.
Im Laufe der nächsten Monate erwarte Kurth dann klare Signale der Telekom-Konkurrenten. Ein wenig anders wird die Glasfaser-Zukunft auf dem Land aussehen: Dort soll es auch zukünftig nur eine Leitung geben, die dann von mehreren Wettbewerbern genutzt werden könne.
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