Mehr und mehr zu Alice
Die Idee, DSL-Anschlüsse mit nur kurzer Vertragsbindung und ohne subventionierte Hardware zu vertreiben, hat das Hamburger Telekommunikationsunternehmen Hansenet auf die Erfolgsspur gebracht. Mit dem Breitband-Onlinezugang "Alice" konnte man in den ersten drei Quartalen 2007 den Vorjahres-Vergleichsumsatz verdoppeln. Wie das Internetportal onlinekosten.de meldet, wurde die Zahl der Kunden binnen eines Jahres um 167 Prozent auf inzwischen 2,24 Millionen gesteigert. Steigbügelhalter war hierbei wohl das DSL-Geschäft von AOL, das Hansenet Ende September 2006 übernommen hatte.
Das Breitband-Informationsportal dslweb.de gießt allerdings Wasser in den schmackhaften Wein bei "Alice": Während die absoluten Zahlen durchaus ansehnlich seien, ziehe es immer weniger Neukunden zu den Hamburgern. Im zweiten Quartal 2007 buchten noch 80.000 DSL-Ein- und Umsteiger ein Alice-Paket, im dritten Quartal nur noch 64.000. Dies mag auch daran liegen, dass sich die Alice-DSL-Angebote "light", "fun" und "complete" preislich durchaus auf T-Home-Niveau bewegen und die erweiterten technischen Möglichkeiten im Breitbandnetz nur mit einem modernen DSL-Modemrouter nutzbar sind, für den es bei Hansenet keine attraktiven Angebote gibt.
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